Accord Coupe von Norbert
H-RV von Kuni
Hier mal wieder ein seltenes HR-V Exemplar. Sehr schön gemacht, so habe ich den Wagen noch nie gesehen.
“Alle Anbauteile stammen von der Firma Excentric.Der Wagen steht auf 225 er Schlappen.”
Leider hat Kubi nicht mehr dazu geschrieben – also genießt die Bilder.
Euer Fanzine-Webmaster Thorben
H-RV von Norman
Der Erste Honda HR-V auf den Seiten des Fanzines. Und hier die ersten Fahreindrücke vom Besitzer, Norman:
“Vor einiger Zeit sah ich mich nach einer Alternative zu meinem Wunschauto um und landete auf der Honda-Site. Dort sah ich unter den “sportlichen” eine Art Geländewagen und konnte mir den Sinn nicht ganz erklären. Bekannte zu Rate ziehen konnte ich auch nicht, denn die einen fanden ihn “hässlich” und die anderen “sehr interessant”.
Jetzt bin ich stolzer Besitzer eines Honda HR-V 3-Türers. Sehr überrascht war ich von dem geringen Geräuschpegel bei Stadtfahrten. Der Motor ist sehr vibrationsarm und zieht auch aus niedrigen Drehzahlbereichen für Stadtfahrten ausreichend durch. Das Fahrgefühl auf solch erhobener Sitzposition ist sehr angenehm und verursacht ein lässiges Gefühl beim Fahren. Das Fahrwerk verzeiht einem auch schnellere Kurven. Die Rundumsicht ist durch die großen Seitenscheiben excellent. Nur die Heckscheibe ist zwangsläufig sehr klein. Ein flacher Sportwagen kann da schon mal aus dem Rückspiegel nach unten verschwinden. Auch die Bremsen packen ordentlich zu, bevor das ABS seine Arbeit aufnimmt. Die dritte LED-Bremsleuchte im optionalen Heckspoiler ist sehr breit und kaum zu übersehen. Die Schaltung ist leichtgängig und wirkt knackig. Sie läßt sich gut über die Schaltkulisse bewegen und unterstützt schnelle Gangwechsel. Im Winter ist die Kühlflüssigkeit schnell auf Temperatur und wärmt den Innenraum flott auf. Der Stauraum ist dank der Fahrzeugform und der umklappbaren Rücksitze sehr geräumig und nimmt auch sperriges Frachtgut auf. Die Waschmaschine sollte somit kein Problem für den Kofferraum darstellen. Auch der Verbrauch bewegt sich in normalen Dimensionen für dieses Auto. Zwischen 7 und 11 Litern kann man ihn locker bewegen. Das teuere Soundpaket allerdings ist nur mittelmäßig und ist nicht einmal in der Lage, die Signale meines Autoradios ohne zugeschalteten Verstärker zu verarbeiten. Bei einem erneuten Kauf würde ich mich für Lautsprecher eines Fremdherstellers entscheiden und diese einbauen lassen. Die fehlende Wischwaschautomatik bleibt mir (und meinem Händler auch) ein Rätsel. Ebenso vermisse ich beim Betätigen des Funkschlüssels für die Zentralverriegelung (ZV) ein bestätigendes Leuchten der Blinker. So muß man schon wirklich gut hinhören, um zu wissen, daß das Fahrzeug die Türen nun geschlossen hat. Die Nebelscheinwerfer haben keine sehr große Leuchtkraft. Sobald die ZV geschlossen ist, kommt man nach einem Unfall nicht mehr so einfach aus dem Auto. Beim Betätigen der Türgriffe bleiben die Türen verriegelt und bei einem Aufprall öffnet sich die ZV auch nicht selbständig.
Ein konstriktiver Mangel, der nur mit wenigen Cent aus der Welt zu schaffen wäre. Über die fehlenden Sidebags äußere ich mich besser nicht. Als letzen Kritikpunkt möchte ich noch die Heizung ins Visier nehmen. Sie sorgt im Winter für glühende Schienenbeine und kalte Füße. Der Verlauf der Kanäle könnte auch hier leicht korrigiert werden. Fazit: Mit dem HR-V hat Honda ein sehr individuelles Auto auf die Beine gestellt, welches noch nicht an Auffälligkeit auf den Straßen Deutschlands verloren hat. Der Fahrspaß wirkt über eine Mischung aus Komfort und Sportlichkeit. “Joymachine” allerdings sollte man den serienmäßigen HR-V nicht nennen. Ich mag den HR-V … irgendwie.”
Honda Insight
Haben Sie… Einsicht ? / Do you… Insight ?, oder Fahren mit der Kraft der zwei Herzen. Ein Insight Fahrbericht von Martin K.
Wo er auch auftaucht, erzeugt er eine von zwei Zuständen: totale Begeisterung oder abgrundtiefe Verachtung. Nach zwei Monaten habe ich mich allmählich daran gewöhnt. Ein Fahrzeug, das so stark polarisiert, ist schon
seit langem nicht mehr auf den deutschen Markt gekommen – und schon gar nicht von einem japanischen Hersteller. Ich möchte ein wenig von meinen Erfahrungen mit dem Honda Insight berichten.
Mit dem Insight hat Honda einen neuen Weg eingeschlagen. Ziel sollte es sein, ein alltagstaugliches Fahrzeug zu entwickeln, das einen möglichst niedrigen Verbrauch hat. Mittel um diese Anforderung zu erfüllen, waren u.A.
eine extreme Leichtbauweise der Karosserie (diese, sowie alle tragenden Teile und der Motor bestehen aus Aluminium und Kunststoff),dem niedrigsten cW-Wert aller Serienfahrzeuge (0,25) und einem völlig neuen Antriebskonzept.
Das Zauberwort aber heißt „Hybird“. Gemeint ist damit eine Kombination von zwei Antriebsarten – in diesem Fall einem Verbrennungsmotor (Dreizylinder VTEC, 1.0 l, 67 PS ) und einem Elektromotor mit 10 kW.
Letzterer fungiert zusätzlich auch als Anlasser und Generator. Im Unterschied zu anderen Fahrzeugen mit Elektromotoren erzeugt der Insight seine Elektrizität selbst. Das Anschließen an die Steckdose entfällt. Der
Strom wird in einem großen 144V Akku-Block gespeichert, der sich dort befindet, wo bei anderen Wagen die Rückbank ist. Womit der evtl. größte objektive Nachteil des Insights auch schon erwähnt wäre – er ist ein
Zweisitzer.
Wie aber “erfährt” sich so ein Fahrzeug? Um es gleich vorneweg zu sagen:
allgemein fürchterlich normal.
Aber es gibt doch ein paar Unterschiede, die einen immer wieder daran erinnern, dass der Insight einen besonderen Anspruch erhebt.Mit dem Einschalten der Zündung erwacht die schwarze Fläche vor dem Fahrer
in bunten LCD-Farben zum Leben. Ähnliches kennt man auch aus dem S 2000. Mit diesem hat der Insight übrigens auch das griffige Sportlenkrad gemein.
Dreht man den Schlüssel ganz durch, wird man vergeblich auf das Wimmern eines Anlassers warten. Vielmehr ist, als schalte man den Verbrennungsmotor ein. Er geht sofort auf Leerlaufumdrehung. Im Gegensatz zu dem
zweiten auf dem deutschen Markt verfügbaren Hybrid, dem Toyota Prius, ist der Insight nicht in der Lage, nur mit seinem Elektromotor zu fahren. Der E-Motor verhält sich vielmehr wie ein Turbolader, der seinem
benzingetriebenen Partner aushilft, wenn diesem die Kraft ausgeht. Ein digitales Display informiert den Fahrer darüber, ob der E-Motor mit für Vortrieb sorgt, oder ob er damit beschäftigt ist, die Batterien zu laden.
Das Fahren selbst gestaltet sich relativ unspektakulär. Drehfreudig und durch ein knackiges 5-Gang-Getriebe unterstützt, beschleunigt der Wagen in etwas mehr als 10 Sekunden auf 100. Mit Anlauf sind auf ebener Strecke 180 Sachen möglich – wenn’s denn sein muss. Das Fahrwerk ist dabei komfortabel straff gefedert und die beiden Schalensitze mit integrierten Kopfstützen bieten guten Halt. Die serienmäßige Klimaautomatik sorgt dabei ständig für eine angenehme Temperatur in der Kabine.
Eine Überraschung erwartet den Fahrer beim Anhalten. Rollt man ausgekuppelt z.B. auf eine Ampel zu und muss anhalten, schaltet sich der Verbrennungsmotor selbsttätig ab. Für mich war es zunächst sehr ungewohnt,
in einem lautlosen Motor mitten auf der Kreuzung zu stehen. Inzwischen liebe ich es. Sobald man den ersten Gang einlegt, startet der Benzinmotor wieder. Dieser Neustart geschieht so schnell, dass der Motor auf Leerlaufumdrehung ist, bevor das Kupplungspedal seinen höchsten Punkt erreicht hat.
Für die hier sicherlich in der Überzahl vertretene Tuner-Gemeinde mag der folgende Satz wie ein Schock klingen, aber mit dem Insight macht es viel mehr Spaß, ruhig dahin zu gleiten ! Auf dem Digitaldisplay kann man
verfolgen, wie sich der Kraftstoffverbrauch weit unterhalb der drei Liter einpendelt. Mit einer Tankfüllung von 35 Litern sind Reichweiten von über 800 Kilometer üblich. 1000 Kilometer und mehr kann man rausholen, wenn man das Glück hat, nicht jeden Tag durch stockenden Großstadtverkehr fahren zu
müssen.
Trotzdem muss man keine Angst haben, dass der gewohnte Honda-Kick zu kurz kommt. Insbesondere Ampelstarts sorgen bei profilierungssüchtigen Verkehrsteilnehmern (meistens zu erkennen an schwarzen 3er BMWs, dunklen Golfs oder Astra GSi) immer wieder für enttäuschte oder frustrierte Gesichter, wenn Sie völlig unerwartet nicht mit dem komischen Fahrzeug von Honda mithalten können. Der Insight hat hier die Gesetze der Physik auf seiner Seite. 76 PS hören sich zunächst nicht nach viel an, aber die müssen gerade mal 900 Kilo Leergewicht bewegen. Der Elektromotor bringt zudem seine 10kW Leistung praktisch ohne Zeitverzögerung auf die Kurbelwelle. Im Kampf gegen das Trägheitsgesetz haben “normale” Fahrzeuge erst ab etwa 120 PS – 150 PS eine reelle Chance mitzuhalten.
Soviel zu den Fakten. Bleibt noch die persönliche Meinung über das Erscheinungsbild des Insight. Die politisch korrekte Beschreibung ist wahrscheinlich: “eigenwillig”. Wie schon erwähnt, haben es die Designer geschafft, den niedrigsten Luftwiederstandswert aller bisher in Serie gefertigten Fahrzeuge aus dem Insight herauszukitzeln. Dabei haben sie sich auch einem Element bedient, das meines Wissens nach, zum letzten mal von Citroen verwendet wurde: Radabdeckungen. Diese in Verbindung mit der hinten hochgezogenen schwarzen Heckschürze vermitteln den Eindruck, als würde das Heck des Wagens schweben.
Die 165er 14-Zoll-Reifen wurden auf einen möglichst geringen Rollwiderstand optimiert. Von der Seite betrachtet sehen sie auf ihren polierten Alus noch ziemlich schick aus, von vorne oder hinten gesehen, erregen sie jedoch eher Mitleid.
Fazit:
Wie schon eingangs gesagt: der Insight spaltet die Geister. Wer sind mit dem einmaligen Design anfreunden kann, erhält einen Wagen, der seinesgleichen sucht. Blöde Kommentare kann man mit der Gewissheit ignorieren, dass man ein Fahrzeug fährt, das direkt aus der Prototypenwerkstatt kommt. Bastler und
Schrauber muss ich allerdings enttäuschen: abgesehen von Nebelscheinwerfern gibt es keine Anbauteile für den Insight. Und Motortuning…na ja, vielleicht, wenn man einen nicht nur einen Automechaniker sondern auch noch
Elektriker im Bekanntenkreis hat.
Noch eine Anmerkung zum Schluss. Es gibt z.Zt. etwa 120 Insights in Deutschland. Diese wurden von Honda-Deutschland zu Marktforschungszwecken importiert. Es steht immer noch eine Entscheidung der Verkaufsleitung aus, ob der Wagen ins offizielle Programm aufgenommen wird. Das merkt man auch
daran, dass es keine Preisempfehlung gibt. Ursprünglich wurden der Insight zwischen 40.000 und 44.000 DM genannt. Diese Zahlen wurde widerrufen und es steht den Händlern frei, die ihnen zur Verfügung gestellten Wagen zu einem „angemessenen“ Preis zu verkaufen.