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Tips & Tuning - Alles eine Frage des Konzeptes
Von Sven
Hier wird die Frage "welcher Auspuff" erläutert. Aber
ich denke, daß man hier falsch an die Sache herangeht, denn die
Dinge wirken nie für sich allein, sondern immer in Verbindung mit
dem anderen Setup.
Zuerst sollten wir uns mal die physikalischen Eigenschaften eines Auspuff-Systems
verinnerlichen:
Krümmer, B-Pipe, Kat, Mittelschalldämpfer, Rohr, Endtopf.
All diese Komponenten dienen dazu, den optimalen Fluß der Abgase
herzustellen. Aber was ist "optimal" ? Und hier sind wir an
der Kernfrage. Denn optimal ist für jedes Setup verschieden. Der
Grundatz vonjedem naturally aspirated Tuning ist:
"Ziel ist, soviell Luft wir möglich in den Motor zu bekommen
und wieder raus und dies in so kurzer Zeit wie möglich. Füge
den richtigen Funken hinzu um das Gemisch zu zünden"
Alles ist ein Konzept und das beginnt beim Intake. Soviel Luft Du Deinem
Motor auch erlaubst anzusaugen, es wird irgendwann nichts mehr bringen,
denn die Einlaßnockenwelle öffnet die Ventile eben nur so lange,
wie es ihre Beschaffenheit und ihr Timing erlaubt.
Auf der anderen Seite ist die Auslaßnockenwelle genau darauf abgestimmt,
im richtigen Moment die Auslaßventile zu öffnen, um mit Hilfe
der im Motor herrschenden Kompression und dem DURCH DIE AUSPUFFANLAGE
erzeugten Vakuum das Gas zu entlassen.
Also:
Die Menge des Gases und die herrschende Komression entscheiden darüber,
welche Collectorgröße der Krümmer und welchen (inneren)
Querschnitt das Rohr haben muß, um zwei Dinge zu gewährleisten:
1) Weit genug zum ausreichenden Abtransport von GasVOLUMEN
2) Eng genug für eine ausreichende FließGESCHWINDIGKEIT
Beides mit dem Ziel, daß bereits angesprochene Vakuum zu erzeugen,
welches die Abgase aus den Zylindern zieht. Diese Sprüche: "Ein
bißchen Rückstau braucht man immer".... vergeßt
sie.
Also:
Für einen Serien B16 ist es immer besser, einen Serien Durchmesser
zu fahren, denn darauf wurden die Nockenwellen getunt. An einem B18c (Type
R) kann man kaum noch etwas verbessern, solange er Serie ist (außer
dem Krümmer).
Es gibt kein Part aus dem Aftermarket, was bessere Werte als der Serienauspuff
gebracht hat.
Aber wenn Ihr die großen Nockenwellen fahrt, so wie ich (Crower
stage 2, Toda spec b oder c, JUN 3`s etc.pp), verändert Ihr die Auslaßmenge
entscheidend. Dann ist es auf jeden Fall notwenig, daß a) die Kompression
erhöht wird (die längere Ventil-
überschneidung verursacht einen Kompressionsverlust), und b) die
collectorgröße des Krümmers von 2,25`` auf 2,5`` vergrößert
wird, damit das Verhältnis Masse/Geschwindigkeit wieder hergestellt
wird. Hierzu paßt dann am besten der Kat des S2000, würde ich
sagen, denn der hat einen 2,5`` Anschluß.
Hinter dem Kat haben wir nicht viele Möglichkeiten. Seien wir ehrlich:
Seit wann haben deutsche Hersteller (mal von einigen spezialisierten Tunern
abgsehen) Ahnung von Importtechnik ?? Honda kommt aus JAPAN. Die schnellsten
Hondas fahren in den USA. Folglich hat man in diesen beiden Ländern
auch die meiste Erfahrung und den größten Aftermarket.
Also:
- SMSP/Magnaflow design 63.5 mm (2.5 in.) Außendurchmesser ( 60
mm or 2 3/8 in. innerer Durchmesser)
- HyTech 63.5mm twin pass sound cancellation exhaust (noch nicht erhältlich).
- oder den 70 mm JDM Kakimoto R stainless steel exhaust. Der Kakimoto
R ist der einzige Edelstahlauspuff mit 66,7mm (2,5/8 inch) innerem Durchmesser,
den es als komplettes Kit gibt. Und der paßt auch.
Zum Thema "Sound"
Sound in alle Ehren, aber worauf kommt es denn an ? Gebt Geld dafür
aus, Euren Honda schneller zu machen, nicht langsamer..Sound ist nicht
gleich Leistung. Die optimale Abstimmung auf das ganze Setup muß
entscheidend sein, erst danach kommt sound.
Und nochwas: Wenn Ihr einen anderen Auspuff installiert, denkt bitte immer
daran, die Nockenwellen neu zu tunen, sonst kann es nach hinten losgehen.
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