|
Mein Prelude BA4- Fahrbericht von Thorben
Jetzt ist es passiert. Nach 2 1/2 Jahren trenne ich mich von meinem Traumauto,
einem 92er Prelude BA4 Classic Edition mit 140PS. Er muß einem 94er
Prelude 2.2VTEC weichen. Hoffentlich ein würdiger Nachfolger. Zeit
also, ein kleines Resumee zu ziehen und meine Erfahrungen zu diesem Wagen
loszuwerden.
Design-Außen:
Eigentlich muß ich dazu nicht viele Worte verlieren. Ein Traum.
Sportlich geschnittenes Coupe mit 2 Türen und einer Motorhaube in
die Fast ein Smart reinpasst. Außenspiegel, Türgriffe und Stoßstangen
in Wagenfarbe lackiert. Und die berühmten Schlafaugen, die mich faszinierten
seit ich meinen ersten honda Prelude gesehen habe. Das Heck ist kantig,
fast schon wuchtig und verleiht dem Wagen eine beeindruckende Rückansicht.
Neben dem 92-96er Nachfolge Modell ist der Wagen meiner Meinung nach der
gelungenste Prelude.
Mein Wagen war 30mm tiefergelegt, und das führte
zu diversen Aufsetzern. Die Frontlippe ist soooo tief, ich würde
einen BA4 niemals wieder tieferlegen lassen. Der fährt auch so sehr
gut.
Design-Innen:
Komplette Lederausstattung, Sportsitze, Fahrer sogar mit Lendenstütze
und beide mit Memory-Funktion. Hinten leider nur Beckengurte, aber wer
in diesem Auto hinten sitzt in selber schuld. Das Design ist schlicht
und kantig, typisch 90er Jahre. Dabei alles elektrisch, Fensterheber,
Außenspiegel und auch Schiebedach. Die Schalter alle gut zu erreichen
und absolut edel beleuchtet. Eine Anzeige zeigt sogar an, wenn Lampen
defekt sind oder Türen nicht richtig geschlossen. Wenn man die Türen
öffnet (wo man das Schloß beleuchtet bekommt) leuchtet für
einen Moment auch eine Lampe rund um das Zündschloss, kein rumprokeln
mehr. Die Sitze sind bequem und auch für längere Reisen (Dänemark)
geeignet. Das Handschuhfach ist beleuchtet und Abschließbar und
liefert Platz für locker 30 Minidisks.
Der Kofferraum ist irgendwie schon riesig zu nennen.
Ich bekomme ohne Schwierigkeiten zwei ALR ENTRY 5M Standboxen hinten rein,
dazu noch etliche CDs und Werkzeuge. Umwerfend quasi, auch wenn die Ladeluke
recht unbequem hoch ist.
Fahren:
Von 0 auf 10 in 8,6 sec. Vmax mit 205 angeben und viel mehr ist auch nicht
drin, weil dann die Drehzahl begrenzt. Aber das ganze geht hervorragend
ab. Faszinierende Fahreigenschaften, starke Bremsen, kein Ausbrechen bei
kritischen Situationen und immer das Gefühl, den Wagen unter Kontrolle
zu haben. Der Motor (im Vergleich zu einem VTEC) ist angenehm leise, kann
aber auch mächtig aufheulen ab 5.000rpm. Dabei hält sich der
Verbrauch mit etwa 10l im Rahmen, ich habe auch schon 8 geschafft, aber
mit sehr entspannter Fahrweise. Locker sind auch 12-13 Liter drin, wenn
man in weniger als 1h von Hannover nach Hamburg fahren will.
Dabei sind die Original Felgen mit 14Zoll und 185er
Bereifung echt unterdimensioniert. 15 Zoll sollte man sich auf jeden Fall
gönnen, sonst sieht das ganze recht arm aus und fühlt sich beim
Fahren auch so an.
Servolenkung und ABS unterstützen die Fahrweise
sehr angenehm und machen auch die Stadtfahrten und Vollbremsungen zum
Vergnügen.
Reparaturen:
Tja, außer Verschleiß ist eigentlich nichts passiert.
- Hintere Bremsbeläge neu
- Auspuff Mittelrohr neu
- Batterie neu
- Antenne ausgetauscht
- Schiebedach klapperte zwischenzeitlich mal
Und das war eigentlich auch schon alles an Reparaturen,
was ich in 2 1/2 Jahren hinter mich bringen mußte.
Schlußwort:
Was für ein Wagen. Er muß jetzt leider einem 185PS Monster
weichen, aber es hat immer Spaß gemacht ihn zu fahren. Fahrspaß
zu vernünftigem Preis mit toller Ausstattung in einem 92er Wagen.
Insbesondere die 140PS Version kann ich jedem ans Herz legen. Es ist immer
genügend Antrieb vorhanden um elegant voran zu kommen.
Der 80PS Motor ist meiner Meinung nach zu klein, ich hatte beim Probefahren
leider das Gefühl eines "Opa"-Wagens, der toll aussieht
aber nix dahinter hat. Mein 89er Civic 1.6i ging besser ab.
|