Honda NSX – ein Sportwagen, der es in sich hat(te)
Honda brachte im Laufe seiner Produktionsgeschichte eine Reihe von Sportwagen auf den Markt, doch der Honda NSX stellte etwas ganz Besonderes dar. Er war das erste Serienauto, das überwiegend aus Aluminium bestand. Dazu baute Honda eine vollelektronische Servolenkung ein sowie eine Drosselklappe mit elektronischer Steuerung (Drive-by-Wire) und einem eigenständigen Servomotor für eben diese Drosselklappensteuerung. Zusätzlich bekam der schicke Sportwagen von Honda das erster Automatikgetriebe mit elektrisch unterstützter Zahnstangen-Servolenkung. Für die bessere Traktion war ein variables Sperrdifferenzial zuständig, das TCS (Antischlupfregelung) in Verbindung mit ABS (Anti-Blockier-System) sorgte für eine gute Beherrschbarkeit auch in kritischen Situationen. Der mit Pleueln und Zündkerzen aus Titan ausgestattete V6-Motor drehte bis 8000 min-1. Im Grunde war der NSX ein Fahrzeug, das nur aus Innovationen bestand.
Schon bei Produktionsbeginn 1990 zeichnete sich ab, dass der NSX ein Fahrzeug der Extraklasse werden würde. Die aus siebenundachtzig Prozent Aluminium bestehende Kampfjet F-16 diente den Designern als Inspirationsvorlage für den Innenraum. Äußerlich erinnerte der NSX etwas an eine im amerikanischen Stil gefertigte Mischung aus Porsche und Ferrari, was sicherlich auch von dem Ferrari-Rot herrührte, das die überwiegende Zahl der Käufer für den Sportwagen bevorzugte. Der lang gestreckten NSX NA2, der 1997 auf dem Markt kam, hatte zudem eine auffällige Bremsanlage, deren Optik die Kraft des Fahrzeugs ahnen ließ. Nach dem Facelifting 2002 ähnelte der NSX noch stärker dem Porsche, die Klappleuchten verschwanden zugunsten des Xenon-Lichts. Leider stellte Honda 2005 die Produktion für dieses schicke Auto ein, ein Nachfolgemodell kam nicht mehr auf den Markt.