Unverschämte Gebrauchtwagenpreise
Seit knapp einem Jahr (genauer seit 10 Monaten) fahre ich jetzt kein eigenes Auto mehr. Nur noch Bus und Bahn und mit Muskelkraft. Das ist wirklich ätzend. Zwischendurch mal einen Mietwagen (206cc, Corsa oder ganz schlimm: den Fiat mit dem Knubbel). Ja, das kann mich, als Honda-Fan, nicht wirklich begeistern.
Also durchforste ich seit einigen Tagen und Wochen die Auto-Märkte im Internet auf der Suche nach einem günstigen Gebrauchten. Am liebsten einen Civic der vorletzten Generation, vielleicht auch wieder einen Prelude, irgendwas in der Art.
Ich will momentan nicht so viel ausgeben und habe mir ein Limit von 5.000-6.000 EUR gesetzt, in der Hoffnung, was brauchbares zu finden. Das ist aber ein Irrtum. Banken-und Wirtschaftskrise zum Trotz, Honda-Gebrauchte sind so was von teuer, das geht gar nicht.
Für einen 97er Prelude soll ich noch 5.500 € bezahlen, bezahlbare Civics ab dem Jahr 2000 haben mindestens 150.000 bis 200.000 km runter. Selbst ein CRX del Sol aus den Jahren 96-97 kostet noch über 5.000 €. Ich glaube ich spinne.
Erst wenn ich 1.000-2.000 € mehr ausgebe, kommen halbwegs interessante Civics der vorletzten Generation aus den Jahren 2000-2002 zum Vorschein. Das kann doch nicht wahr sein.
Ich fürchte, so werde ich noch einige Zeit Bahnfahrer bzw. Golf-Beifahrer bleiben. Da muss die Wirtschaftskrise wohl noch einiges mehr auffahren, bis die Honda-Gebrauchtwagen zu wirklich fairen Preisen erhältlich sind.
Am 3. Dezember 2009 um 09:43 Uhr
Kann dieser Meinung nur Zustimmen. Gebrauchte sind im Moment
preislich jenseits von Gut und Böse.
Honda steht da aber nicht allein. Mitte der Neunziger war ein Fahrzeug nach zehn Jahren im Schnitt nur noch ein Zehntel seines Neupreises Wert. Heute kostet ein 10 Jahre twingo 3500€.
Das sind 7500DM. Für einen popeligen twingo würde das 75000DM Neupreis machen. Verarschen kann ich mich selbst.
Tut mir einen gefallen, hört niemals auf euch die Zahlen in DM durch den Kopf gehen zu lassen.